Betrug per Telefon, E-Mail und SMS wird täglich raffinierter. Infobunker zeigt Ihnen in einfacher Sprache, was gerade passiert — und wie Sie sich und Ihr Vermögen schützen.
Senioren sind besonders häufig das Ziel von Betrügern. Infobunker gibt Ihren Eltern oder Grosseltern das Wissen, das sie schützt — in einem Format, das sie versteht.
Früher hatte Betrug erkennbare Zeichen: schlechte Grammatik, seltsame Absender, unglaubwürdige Versprechen. Das ist vorbei.
Heutige Betrüger sprechen fehlerfreies Deutsch, kennen Ihren Namen, Ihre Adresse und manchmal sogar den Namen Ihrer Bank. KI-Systeme können Stimmen imitieren und täuschend echte Nachrichten verfassen.
Das ist keine Frage von Naivität. Es ist eine Frage von Vorbereitung. Wer weiss, wie diese Maschen funktionieren, erkennt sie — bevor Schaden entsteht.
Quelle: Pro Senectute Schweiz / ILCE, Studie «Finanzieller Missbrauch bei Personen ab 55 Jahren», Befragung 2023 (n = 1216). Die Schadenssumme ist eine Hochrechnung, keine Zählung. Zur Studie
Klicken Sie auf eine Masche, um mehr zu erfahren. Jede Erklärung enthält ein Beispiel und konkrete Schutzschritte.
Das Telefon klingelt. Eine Person sagt, sie sei von der Kantonspolizei Zürich. Ihr Konto sei in Gefahr, weil Kriminelle Ihre Daten gestohlen haben. Um Ihr Geld zu sichern, müssten Sie es sofort abheben und bei einer «sicheren Stelle» deponieren. Oder: Microsoft-Mitarbeitende rufen an, Ihr Computer sei mit einem Virus infiziert. Sie sollen Fernzugriff auf Ihren PC erlauben.
Legen Sie sofort auf. Rufen Sie die offizielle Nummer der Polizei (117) oder Ihre Bank zurück, um den Sachverhalt zu klären.
Eine Nachricht auf WhatsApp: «Oma, ich bin's. Ich habe eine neue Nummer — speichere sie bitte. Ich brauche dringend Hilfe, kannst du mir CHF 1'500 überweisen? Ich erkläre alles später.» Oder ein Anruf: Die Stimme klingt wie Ihr Enkel. Er hat einen Unfall gehabt. Geld wird dringend gebraucht.
Rufen Sie Ihren Enkel oder das Familienmitglied auf der Ihnen bekannten Nummer zurück. Überweisen Sie kein Geld, bevor Sie nicht persönlich gesprochen haben.
Sie lernen jemanden online kennen — auf einer Dating-Plattform, in einem Forum oder über soziale Medien. Die Person ist aufmerksam, charmant und schreibt Ihnen täglich. Über Wochen oder Monate entsteht ein tiefes Vertrauen. Dann passiert etwas: ein medizinischer Notfall, ein geschäftliches Problem, Schwierigkeiten bei einer Reise. Die Person bittet um finanzielle Hilfe — zunächst einen kleinen Betrag, dann immer mehr.
Überweisen Sie niemals Geld an eine Person, die Sie nicht persönlich getroffen haben. Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson über die Situation. Es gibt keine Schande darin, sich zu schützen.
Sie erhalten eine E-Mail, die aussieht wie von Ihrer Bank: «Ihr Konto wurde gesperrt. Bitte bestätigen Sie Ihre Identität über den folgenden Link.» Die E-Mail sieht täuschend echt aus — Logo, Farben und Sprache stimmen. Oder eine SMS von der «Post»: «Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Bitte bezahlen Sie CHF 2.99 Versandgebühr über diesen Link.» Der Link führt auf eine gefälschte Webseite, die Ihre Bankdaten abfragt.
Klicken Sie nie auf Links in unerwarteten Nachrichten. Öffnen Sie stattdessen die Website Ihrer Bank direkt im Browser. Rufen Sie im Zweifelsfall die offizielle Telefonnummer an.
Ein Anruf: «Herzlichen Glückwunsch! Sie haben CHF 50'000 in unserem Gewinnspiel gewonnen. Um den Betrag auszuzahlen, benötigen wir eine Bearbeitungsgebühr von CHF 500.» Sie erinnern sich an kein Gewinnspiel — aber die Person klingt seriös. Oder: Ein Anlageberater kontaktiert Sie und verspricht sichere Renditen von 10 % pro Monat. Die Webseite sieht professionell aus. Erste kleine Einzahlungen werden sogar «gutgeschrieben». Dann folgt der Druck, grössere Beträge zu investieren.
Legen Sie auf. Überweisen Sie kein Geld für angebliche Gebühren. Lassen Sie sich bei Anlageentscheidungen immer von Ihrer Hausbank beraten.
Es klingelt an der Tür. Eine Person gibt sich als Handwerker, Heizungskontrolleur oder Mitarbeiter der Gemeinde aus. Sie behauptet, eine dringende Überprüfung durchführen zu müssen und bittet, hereingelassen zu werden. Während eine Person Sie ablenkt — zum Beispiel in der Küche ein Glas Wasser verlangt —, durchsucht eine zweite Person unbemerkt Ihre Wohnung nach Bargeld und Wertsachen.
Lassen Sie niemanden herein, den Sie nicht bestellt haben. Rufen Sie die Firma oder Gemeinde an und fragen Sie nach. Benutzen Sie die Türkette und öffnen Sie nicht vollständig.
Echte Behörden, Banken und Firmen akzeptieren immer Zeit für eine Rückfrage. Wer Druck macht, betrügt.
Besuchen Sie Webseiten immer direkt im Browser. Nie über Links in SMS, E-Mails oder Messenger.
Rufen Sie die offizielle Nummer zurück — die Sie selbst nachschlagen, nicht die, die man Ihnen gibt.
Sie möchten eine ältere Person in Ihrem Leben schützen, sind aber nicht immer vor Ort? Infobunker bietet drei Wege, wie Sie aus der Distanz helfen können.