Mit zwölf Jahren sass ich zum ersten Mal vor einem Computer — und stand nicht mehr auf. Was als Neugier begann, wurde zur Obsession: Ich wollte nicht nur wissen, dass Systeme funktionieren, sondern wie. Also fing ich an, meine eigenen Konten zu hacken. Nicht, um Schaden anzurichten — sondern um die Lücken zu finden, bevor es jemand anderes tut.
Mit der Zeit wurde aus dem Tüftler so etwas wie ein digitaler Robin Hood. Wenn jemandem das Instagram-Konto gestohlen wurde — Fotos, Erinnerungen, Kontakte, manchmal ein halbes Leben —, holte ich es zurück. Ein Fall sprach sich herum, dann der nächste. Irgendwann kamen die Menschen von selbst: gehackt, überrumpelt, ratlos. Und jedes Mal sah ich dasselbe — nicht die Technik hatte versagt. Niemand hatte den Menschen vorbereitet.
Genau aus dieser Erfahrung ist Infobunker entstanden. Nicht um Angst zu schüren, sondern um Menschen handlungsfähig zu machen — mit echten Fällen, klarer Sprache und Wissen, das im Ernstfall trägt. Über Online-Schulungen, Schulbesuche und Firmenbesuche zeige ich, wie kriminelle Maschen wirklich funktionieren, wie man sie erkennt, bevor sie zuschnappen — und wie man die Kontrolle über seine Privatsphäre zurückgewinnt.
Denn am Ende geht es um mehr als Sicherheit. Es geht um ein Grundrecht: Niemand muss alles über dich wissen — und schon gar keine gefühllose Maschine. Ich will Menschen nicht erschrecken, ich will sie wecken. Damit sie handeln: für ihre Privatsphäre, für ihre Familie, für eine digitale Welt, in der man nicht erst zum Opfer werden muss, um zu verstehen.