Das Wichtigste in 30 Sekunden
Es gibt keinen Wettbewerb und keine Sophie. Die Nachricht kommt von einem gekaperten Konto.
Nicht auf den Link tippen, keinen QR-Code mit WhatsApp scannen und nie einen Code aus einer SMS weitergeben.
Haben Sie es schon getan: WhatsApp › Einstellungen › Verknüpfte Geräte prüfen, fremde abmelden, Verifizierung in zwei Schritten einschalten.
Den Absender anrufen, nicht per WhatsApp antworten. Er weiss meist nicht, dass sein Konto missbraucht wird.

So sieht die Nachricht aus

Laut cybercrimepolice.ch, der Plattform der Kantonspolizei Zürich, ist die Masche seit September 2026 als «gefälschte Tanzabstimmung» bekannt. Im Oktober 2026 erreicht uns diese Fassung auf Schweizerdeutsch. Sie kommt nicht von einer unbekannten Nummer, sondern von jemandem aus Ihrem Adressbuch:

«Hoi, chönntsch bitte für d Sophie stimme, d Tochter vo minere Fründin? Si hät en wichtigi Wettbewerb i de Schuel, vil Dank! 🙏 Wänn’s nöd z vil Müeh macht, tausch es bitte mit dine Fründe und Bekannte. 🙏»
Darunter ein Link auf die Adresse baletkids[.]com mit einer Zeichenfolge dahinter. Den Link geben wir hier absichtlich nicht anklickbar wieder.

Der Name, die Schule und die Adresse können wechseln. Das Muster bleibt: ein Kind, ein Wettbewerb, eine Bitte unter Freunden und der Auftrag, die Nachricht weiterzuleiten.

Warum so viele darauf hereinfallen

Die Nachricht kommt von jemandem, den Sie kennen. Sie ist in Mundart geschrieben, verlangt kein Geld und bittet nur um einen kleinen Gefallen für ein Kind. Wer will da Nein sagen? Genau darauf baut die Masche. Vorsicht lernen wir gegenüber Fremden, nicht gegenüber der Nachbarin aus dem Chat der Elternrunde.

Was nach dem Klick passiert

Schritt 1
Eine harmlos wirkende Abstimmungsseite
Der Link öffnet eine Seite mit Fotos von Kandidatinnen und deren Stimmenzahl. Wer auf «Abstimmen» tippt, soll sich zuerst «registrieren».
Schritt 2
Der QR-Code, um den es eigentlich geht
Zur angeblichen Bestätigung sollen Sie einen QR-Code mit WhatsApp scannen. Damit bestätigen Sie keine Stimme, sondern verknüpfen Ihr WhatsApp mit einem Gerät der Betrüger, so wie man WhatsApp am Computer verbindet. Andere Fassungen verlangen statt des QR-Codes Ihre Nummer und einen Code.
Schritt 3
Ihr Konto schreibt für die Betrüger
Ihr WhatsApp läuft auf Ihrem Handy normal weiter, Sie merken nichts. Die Betrüger können aber mitlesen und in Ihrem Namen schreiben. Sie schicken dieselbe Sophie-Nachricht an Ihre Kontakte, und oft folgt später eine zweite Nachricht mit einer Bitte um Geld.

So erkennen Sie die Masche

Keine echte Abstimmung verlangt, dass Sie einen QR-Code mit WhatsApp scannen oder einen Code eingeben.
Einen QR-Code scannen Sie mit WhatsApp nur, wenn Sie selbst gerade WhatsApp an Ihrem eigenen Computer einrichten. Ein Code von WhatsApp gehört nie auf eine Webseite.
Die Adresse des Links passt zu keiner Schule und keiner bekannten Plattform.
Sie sollen die Nachricht weiterleiten. Darüber verbreitet sich die Masche.

Sie haben den QR-Code gescannt oder einen Code eingegeben

Dann zählt jede Minute. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

WhatsApp öffnen › Verknüpfte Geräte (auf dem iPhone unter Einstellungen, auf Android im Menü ⋮ oben rechts): jedes Gerät abmelden, das Sie nicht kennen. Das ist der wichtigste Schritt.
Einstellungen › Konto › Verifizierung in zwei Schritten einschalten und eine eigene 6-stellige PIN setzen.
Sind Sie aus WhatsApp abgemeldet: die App öffnen, mit Ihrer Nummer neu registrieren und den SMS-Code nur dort eingeben.
Verlangt WhatsApp eine PIN, die Sie nicht kennen, haben die Betrüger eine gesetzt. Dann über «PIN vergessen» gehen; das kann eine Wartezeit auslösen.
Kontakte per SMS, Anruf oder über ein Familienmitglied warnen: «Klickt keine Links von mir und überweist kein Geld.»
Bildschirmfotos der Nachricht sichern und den Betrugsversuch über das Formular auf report.ncsc.admin.ch melden. Wurde Geld verlangt oder bezahlt: sofort die Bank anrufen und bei der örtlichen Polizei Anzeige erstatten (vorher telefonisch anmelden).

Sie kommen nicht weiter? Ich helfe Ihnen

Wenn Ihr Konto übernommen wurde oder Sie unsicher sind, ob Ihr Handy noch sauber ist, melden Sie sich bei mir. Ich gehe die Schritte mit Ihnen durch und helfe Ihnen, Ihre Geräte und Konten wieder zu sichern.

Jairo per WhatsApp schreiben →

Oder öffnen Sie unten rechts den Knopf «Betrug? Hilfe»: Der Assistent führt Sie Schritt für Schritt durch Ihren Fall.

Vorbeugen: zwei Minuten für die ganze Familie

Schauen Sie heute unter «Verknüpfte Geräte» nach, bei sich, bei Ihren Kindern und bei Ihren Eltern. Steht dort ein Gerät, das niemand kennt, abmelden. Schalten Sie ausserdem die Verifizierung in zwei Schritten ein: Sie schützt davor, dass jemand mit einem ergaunerten SMS-Code Ihr Konto auf einem neuen Handy einrichtet. Gegen einen gescannten QR-Code hilft sie nicht, dagegen hilft nur: nie scannen, was ein anderer schickt. Und reden Sie darüber: Die Masche lebt davon, dass sie im Bekanntenkreis weitergereicht wird. Die Warnung kann das auch.

Häufige Fragen

Ist die Nachricht «Chönntsch bitte für d Sophie stimme» echt?

Nein. Es gibt keinen Schulwettbewerb. Die Nachricht stammt von einem Konto, das Betrüger übernommen haben, und der Link führt auf eine Seite, die Ihr WhatsApp-Konto übernehmen will.

Was passiert, wenn ich auf den Link tippe?

Die Seite verlangt eine Registrierung und dann, dass Sie einen QR-Code mit WhatsApp scannen. Damit verknüpfen Sie Ihr WhatsApp mit einem Gerät der Betrüger. Danach lesen sie Ihre Chats mit und schicken dieselbe Nachricht an alle Ihre Kontakte.

Ich habe den QR-Code gescannt. Was muss ich jetzt tun?

In WhatsApp unter Verknüpfte Geräte alle fremden Geräte abmelden und Ihre Kontakte über einen anderen Weg warnen. Haben Sie keinen Zugriff mehr, melden Sie sich mit Ihrer Telefonnummer neu bei WhatsApp an und folgen den Schritten zur Wiederherstellung.

Wo melde ich den Betrug?

Einen Betrugsversuch melden Sie dem Bundesamt für Cybersicherheit über das Formular auf report.ncsc.admin.ch. Ist Ihnen ein Schaden entstanden, erstatten Sie Anzeige bei der örtlichen Polizei, am besten nach telefonischer Voranmeldung.

Hilfe und Meldestellen

Dieser Artikel wird aktualisiert, wenn neue Varianten der Masche auftauchen.
Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2026