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Eine Familie sitzt beim Essen an einem gedeckten Tisch.

Vorlage · Familie

Mediennutzungs­ver­trag: Regeln, die alle unterschreiben.

Ein Vertrag ersetzt kein Gespräch, aber er hält fest, was abgemacht ist. Kreuzen Sie an, was zu Ihrer Familie passt, ergänzen Sie eigene Regeln und drucken Sie die Vorlage aus. Nichts davon wird gespeichert.

Stand 21.10.2026Von Jairo, InfobunkerLesezeit rund 5 Minuten

Die kurze Antwort

Ein guter Mediennutzungsvertrag ist kurz, gemeinsam geschrieben und gilt auch für die Eltern.

Er regelt Zeiten, Orte und Inhalte, und er sagt, was passiert, wenn etwas schiefgeht. Neu gehören Regeln zu KI dazu: ein Familien-Codewort für verdächtige Anrufe, der Umgang mit Bildern und Stimmen anderer und die Frage, woher eine Nachricht stammt. Die Vorlage unten füllen Sie direkt im Browser aus und drucken nur die Regeln, die Sie angekreuzt haben.

Wozu ein Vertrag, wenn man reden kann?

Weil Gespräche vergessen gehen und Abmachungen am Abend um halb zehn neu verhandelt werden. Ein Blatt an der Kühlschranktür beendet solche Diskussionen nicht, aber es verkürzt sie. Die Bundesplattform Jugend und Medien betont, dass Technik allein nicht schützt: Es brauche Gespräche über Risiken, klare Regeln und eine vertrauensvolle Basis. Der Vertrag ist das Protokoll dieses Gesprächs.

Ein ehrlicher Nachteil vorweg: Ein Vertrag wirkt nur, solange die Eltern ihn selbst einhalten. Wer am Esstisch das Handy zückt, hat die Regel schon gebrochen, und die Kinder merken es zuerst.

Ein Mädchen sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und schaut auf ein Telefon.
Regeln, die Kinder mitschreiben, halten sie eher ein.

Welche Regeln zu welchem Alter passen

Die Tabelle ist eine Orientierung, kein Gesetz. Jugend und Medien hält fest, dass das erste eigene Smartphone nicht nur eine Frage des Alters oder der Schulstufe ist, sondern der Bereitschaft des Kindes.

AlterSchwerpunkt der Regeln
PrimarschuleGeräte im gemeinsamen Raum, feste Zeiten, Jugendschutzfilter eingerichtet, Apps nur mit Zustimmung
Erstes SmartphoneKontakte nur aus dem echten Leben, keine Bilder von anderen ohne Einverständnis, In-App-Käufe gesperrt, Codewort
OberstufeKlassenchats, Gruppendruck, intime Bilder, Fake-Profile, was man meldet statt liked
Ab etwa 15Mehr Eigenverantwortung, dafür klare Abmachungen zu Geld, Codes, KI-Werkzeugen und Betrug

Technische Schutzmassnahmen gehören dazu. Jugend und Medien empfiehlt, Jugendschutzfilter einzurichten, sobald Kinder unbeaufsichtigt ins Internet können, Bildschirmzeit-Funktionen zu nutzen, In-App-Käufe zu sperren, automatisches Roaming abzuschalten und für Kinder Prepaid-Karten oder Abos mit Kostenlimit zu wählen.

Die Vorlage: ankreuzen, ergänzen, drucken

Die meisten Regeln sind schon angekreuzt. Entfernen Sie die Haken bei allem, was nicht zu Ihrer Familie passt, füllen Sie die Lücken gemeinsam aus und drucken Sie den Vertrag. Auf dem Papier erscheinen nur die angekreuzten Regeln.

Unser Mediennutzungsvertrag

Zeiten und Orte
Kontakte und Bilder
KI und Echtheit
Kosten
Wenn etwas passiert
Für uns Eltern

Unterschrift Kind

Unterschrift Eltern

Die Seite speichert nichts, was Sie hier eintragen. Nach dem Schliessen ist alles weg; drucken Sie den Vertrag vorher aus oder speichern Sie ihn über den Druckdialog als PDF.

Die neuen Regeln: KI, Stimmen und Codewort

Das Codewort

Stimmen lassen sich heute mit KI nachahmen. Ein Anruf, bei dem das eigene Kind weinend um Geld bittet, ist deshalb kein Beweis mehr, dass es das Kind ist. Ein Codewort, das nur die Familie kennt und nirgends online steht, löst das Problem ohne Technik: Wer es nicht weiss, bekommt kein Geld. Vereinbaren Sie es mit den Grosseltern gleich mit.

Bilder und Stimmen anderer

Mit wenigen Klicks lassen sich aus einem Klassenfoto KI-Bilder machen. Was als Spass gedacht ist, kann schwer verletzen und strafbar sein. Das Strafgesetzbuch bestraft in Artikel 197 Absatz 4 ausdrücklich auch Darstellungen von nicht tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen, also auch gefälschte, mit KI erzeugte, und zwar schon das Herstellen und Besitzen. Jugendliche sollten das wissen, bevor sie eine App ausprobieren.

Woher wissen wir das?

Die dritte Regel betrifft Nachrichten: Bevor etwas weitergeleitet wird, stellt die Familie eine Frage, nämlich woher die Information stammt. Wie man das in zwei Minuten prüft, steht auf der Seite Fake News erkennen.

Was der Vertrag nicht leistet

  • Er ersetzt keine technischen Einstellungen wie Jugendschutzfilter oder Kostenlimits.
  • Er ist kein Überwachungsinstrument. Jugend und Medien erinnert daran, dass Kinder ein Recht auf Privatsphäre haben; ob der Standort geteilt wird, sollte offen abgesprochen werden.
  • Er hilft nicht, wenn schon etwas passiert ist. Dann gelten andere Schritte, beschrieben auf den Seiten Cybermobbing und Betrug melden.

Quellen dieser Seite

  1. Jugend und Medien (Bundesamt für Sozialversicherungen), Smartphones und Tablets, Text aktualisiert am 18.08.2026: jugendundmedien.ch/themen/smartphones-und-tablets
  2. Jugend und Medien, Cybermobbing: jugendundmedien.ch/themen/cybermobbing
  3. Schweizerisches Strafgesetzbuch, Art. 197, Stand 1. Oktober 2026: fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197

Alle Quellen wurden am 21.10.2026 auf der jeweiligen Seite gelesen. Gesetzestexte im Stand, den die Bundesverwaltung auf fedlex.admin.ch nennt.

Fragen und Antworten

Was oft gefragt wird.

Gelbe Bleistifte liegen neben einem rosa Radiergummi.
Gibt es eine Vorlage für einen Mediennutzungsvertrag?

Ja, auf dieser Seite. Sie kreuzen die Regeln an, die zu Ihrer Familie passen, tragen Namen und Datum ein und drucken nur die gewählten Regeln aus. Die Seite speichert nichts und verlangt keine Anmeldung.

Ab welchem Alter lohnt sich ein Mediennutzungsvertrag?

Spätestens mit dem ersten eigenen Smartphone. Die Bundesplattform Jugend und Medien betont, dass es dabei nicht nur um das Alter geht, sondern darum, ob ein Kind bereit ist. Ein Vertrag hilft, diese Bereitschaft gemeinsam zu besprechen.

Sollen Eltern den Standort ihres Kindes verfolgen?

Nicht heimlich. Jugend und Medien erinnert daran, dass Kinder ein Recht auf Privatsphäre haben, und empfiehlt, offen abzusprechen, ob und wann der Standort geteilt wird. Das gehört in den Vertrag.

Was gehört zu KI in einen Familienvertrag?

Ein Codewort für verdächtige Anrufe, die Abmachung, keine Bilder oder Stimmen anderer ohne Einverständnis zu verwenden, und das Wissen, dass auch mit KI erzeugte sexuelle Darstellungen von Minderjährigen strafbar sind, schon beim Herstellen.

Gilt der Vertrag auch für Eltern?

Er sollte. Kinder lernen den Umgang mit dem Handy vor allem bei Erwachsenen. Regeln wie «kein Gerät am Esstisch» wirken nur, wenn alle sie halten.

Dazu passt der Familien-Leitfaden.

Acht Seiten, fünf Warnzeichen, ein Familiengespräch zum Mitnehmen: Der Gratis-Leitfaden ergänzt den Vertrag mit den Maschen, die Kinder heute erleben. Er kommt sofort per E-Mail.