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Ein aufgeschlagenes Wörterbuch, ein Eintrag ist scharf, der Rest verschwimmt.

Ratgeber · Wissen und KI

KI einfach erklärt: 33 Begriffe, je ein Satz.

Prompt, Halluzination, Deepfake, Passkey: die Wörter, die in jedem Gespräch über KI und Betrug fallen. Jeder Begriff in einem Satz, ohne Fachjargon und ohne Zahlen, die morgen schon veraltet sind.

Stand 21.10.2026Von Jairo, InfobunkerLesezeit rund 6 Minuten

KI in drei Sätzen

KI rechnet aus, was wahrscheinlich passt. Ob es stimmt, weiss sie nicht.

Ein Chatbot wie ChatGPT, Gemini, Copilot oder Claude beruht auf einem Sprachmodell, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, welche Wörter typischerweise aufeinander folgen. Darum schreibt er flüssig und überzeugend, auch dann, wenn er etwas erfindet. Wer das weiss, nutzt KI als Entwurf und prüft das Ergebnis, bevor er sich darauf verlässt.

So funktioniert KI

Neun Begriffe, die erklären, was in einem Chatbot passiert, und warum seine Antworten manchmal falsch sind, obwohl sie richtig klingen.

Künstliche Intelligenz (KI)
Computerprogramme, die aus sehr vielen Beispielen Muster gelernt haben und damit Texte, Bilder oder Vorschläge erzeugen, ohne dass jemand jeden Schritt einzeln vorgegeben hat.
Sprachmodell
Eine KI, die Text schreibt, indem sie Stück für Stück berechnet, was am wahrscheinlichsten als Nächstes passt; ohne Internetsuche schlägt sie nichts nach.
Chatbot
Ein Programm, mit dem man sich schriftlich oder per Stimme unterhält, zum Beispiel ChatGPT, Gemini, Copilot oder Claude.
Prompt
Die Anweisung oder Frage, die man einer KI gibt.
Halluzination
Eine Antwort, die überzeugend klingt, aber erfunden ist, etwa eine Quelle oder ein Gesetzesartikel, den es nicht gibt.
Trainingsdaten
Die grossen Mengen an Texten, Bildern und anderen Daten, aus denen eine KI ihre Muster gelernt hat.
Wissensstand
Der Zeitpunkt, bis zu dem die Trainingsdaten reichen; Neueres kennt die KI nur, wenn sie im Internet nachsehen kann.
KI-Agent
Eine KI, die nicht nur antwortet, sondern selbst Schritte ausführt, etwa Webseiten öffnen, Formulare ausfüllen oder Nachrichten schreiben.
Verzerrung (Bias)
Eine KI übernimmt Schieflagen aus ihren Trainingsdaten und stellt Menschen oder Themen einseitig dar.

Ein Prompt, der funktioniert

Statt einer kurzen Frage lieber sagen, wer fragt, wofür die Antwort gebraucht wird und in welcher Form sie kommen soll. Ein Beispiel: «Ich bin Vater eines 13-jährigen Sohnes. Erkläre in fünf Sätzen ohne Fachwörter, was ein Deepfake ist, und nenne zwei Beispiele, die einem Jugendlichen begegnen könnten.» Namen, Adressen und Fotos gehören nicht in einen Prompt, weder die eigenen noch die des Kindes.

Eine blau leuchtende Taste mit der Aufschrift AI auf einer Laptoptastatur.
Die Taste ist neu, die Begriffe dahinter lassen sich in einem Satz erklären.

Gefälscht mit KI

Drei Begriffe für Inhalte, die echt aussehen oder echt klingen und es nicht sind. Bilder und Stimmen allein beweisen deshalb heute wenig; wichtiger ist die Frage, woher etwas kommt.

Bildgenerator
Eine KI, die aus einer Beschreibung ein neues Bild erzeugt.
Deepfake
Ein mit KI gefälschtes Bild, Video oder Tonstück, in dem eine echte Person etwas sagt oder tut, was nie geschehen ist. Ratgeber: KI erkennen
Stimmklon
Die künstlich nachgebaute Stimme einer echten Person, erzeugt aus Tonaufnahmen. Ratgeber: KI erkennen

Maschen, beim Namen genannt

Wer eine Masche beim Namen kennt, erkennt sie schneller wieder. Elf Begriffe, denen Sie in Warnungen von Polizei und Bund begegnen; wo es einen Ratgeber mit Quellen dazu gibt, führt ein Link dorthin.

Phishing
Eine gefälschte Nachricht, die einen dazu bringen soll, Passwörter, Codes oder Kartendaten preiszugeben; per SMS heisst das auch Smishing, per Anruf Vishing. Ratgeber: Betrug melden
Quishing
Phishing über einen QR-Code, der auf eine gefälschte Seite führt.
Spoofing
Eine gefälschte Absenderangabe, mit der ein Anruf oder eine Nachricht von einer echten Nummer oder Adresse zu kommen scheint.
Social Engineering
Betrug, der nicht die Technik angreift, sondern den Menschen, mit Zeitdruck, Angst, Mitleid oder angeblicher Autorität.
Schockanruf
Ein Anruf, in dem Betrüger einen Unfall oder eine Verhaftung von Angehörigen vortäuschen und sofort Geld verlangen. Ratgeber: Für Senioren
Enkeltrick
Betrüger geben sich am Telefon als Verwandte in Not aus; mit einem Stimmklon klingen sie wie die echte Person.
Fake-Shop
Ein Online-Shop, der echt aussieht, Geld annimmt und nicht liefert. Ratgeber: Fake-Shops erkennen
Anlagebetrug
Eine angebliche Geldanlage, oft mit gefälschter Werbung bekannter Personen, deren Gewinn nur auf dem Bildschirm existiert.
Liebesbetrug
Jemand baut online eine Beziehung auf, um später Geld zu verlangen; englisch Romance Scam. Ratgeber: Romance Scam
Sextortion
Erpressung mit intimen Bildern oder Videos, die echt oder mit KI gefälscht sein können. Ratgeber: Sextortion
Geldkurier (Money Mule)
Jemand stellt sein Konto für fremdes Geld zur Verfügung, oft über ein angebliches Jobangebot, und kann sich damit selbst strafbar machen. Ratgeber: Berufswahl und KI

Schutz für Konten und Geräte

Fünf Begriffe rund um Konten und Geräte: drei, die schützen, und zwei, hinter denen ein Angriff stecken kann.

Zwei-Faktor-Anmeldung
Anmeldung mit zwei Nachweisen, etwa Passwort und Code auf dem Handy; ein gestohlenes Passwort allein genügt dann nicht.
Passwortmanager
Ein Programm, das für jedes Konto ein eigenes starkes Passwort erzeugt und sicher aufbewahrt.
Passkey
Eine Anmeldung ohne Passwort, bei der das eigene Gerät mit Fingerabdruck, Gesicht oder PIN bestätigt, wer sich anmeldet.
Schadsoftware
Ein Programm, das heimlich Daten stiehlt, Geräte sperrt oder Fremden Zugriff gibt; auch Malware genannt.
Fernwartung
Ein Programm, mit dem jemand anderes den eigenen Bildschirm sehen und bedienen kann; falsche Support-Mitarbeitende verlangen genau das.

Informationen prüfen

Fünf Begriffe für die Frage, was man glauben und was man weitergeben kann.

Algorithmus
Eine feste Rechenvorschrift; in sozialen Medien entscheidet sie, welche Beiträge man als Nächstes sieht.
Filterblase
Eine Plattform zeigt vor allem, was man schon mag, und andere Sichtweisen kommen kaum noch vor.
Personendaten
Alle Angaben, die sich einer bestimmten Person zuordnen lassen, etwa Name, Geburtsdatum, AHV-Nummer, Fotos oder Gesundheitsangaben.
Primärquelle
Die Stelle, an der eine Information zuerst veröffentlicht wurde, zum Beispiel die Statistik eines Amts statt eines Artikels darüber.
Faktencheck
Eine Behauptung an einer unabhängigen, verlässlichen Quelle prüfen, bevor man sie glaubt oder weiterleitet. Ratgeber: Fake News erkennen

Drei Paare, die man auseinanderhalten sollte

PaarDer Unterschied
KI und AlgorithmusEin Algorithmus folgt einer festen Vorschrift, die jemand geschrieben hat. Eine KI hat ihre Muster aus Beispielen gelernt und kann deshalb Neues erzeugen, Richtiges wie Falsches.
Deepfake und StimmklonEin Stimmklon ahmt nur die Stimme nach, ein Deepfake kann Gesicht, Körper und Stimme zugleich fälschen. Für einen Betrug am Telefon reicht der Stimmklon.
Phishing und SpoofingSpoofing fälscht den Absender, Phishing ist die ganze Falle dahinter. Die echte Nummer der Bank auf dem Display macht einen Anruf noch nicht echt.

Alle 33 Sätze kommen ohne Zahlen aus, damit sie nicht schon in einem halben Jahr falsch sind. Wo eine Masche gerade umgeht, stehen die aktuellen Zahlen mit Quelle in den Ratgebern.

Fragen und Antworten

Was oft gefragt wird.

Eine Person tippt am Laptop eine Frage in ein Eingabefeld, daneben steht eine rosa Vase.
Was ist ein Prompt?

Die Anweisung oder Frage, die man einer KI gibt. Je klarer sie sagt, wer fragt, wofür die Antwort gebraucht wird und in welcher Form sie kommen soll, desto brauchbarer wird das Ergebnis.

Was bedeutet Halluzination bei KI?

Eine Antwort, die überzeugend klingt, aber erfunden ist, zum Beispiel eine Quelle oder ein Gesetzesartikel, den es nicht gibt. Sie entsteht, weil ein Sprachmodell berechnet, was wahrscheinlich passt, nicht was wahr ist.

Ist ChatGPT eine Suchmaschine?

Nicht von Haus aus. Ein Sprachmodell schreibt aus dem, was es gelernt hat; Neueres kennt es nur, wenn es im Internet nachsehen kann. Auch dann lohnt es sich, die genannten Quellen selbst zu öffnen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Deepfake und einem Stimmklon?

Ein Stimmklon ahmt nur die Stimme einer echten Person nach, ein Deepfake kann auch Gesicht und Körper fälschen. Für einen Betrug am Telefon reicht schon der Stimmklon.

Warum stehen hier keine Zahlen?

Weil Zahlen zu KI schnell veralten. Die Sätze erklären, was ein Begriff bedeutet. Wo es um eine Masche mit aktuellen Zahlen geht, führt der Link zum Ratgeber, der seine Quellen nennt.

KI verstehen, Schritt für Schritt.

Die Infobunker-Academy ist in Vorbereitung: KI, Betrug und Sicherheit in kurzen Modulen, mit einer Prüfung am Schluss. Wer sich vormerkt, bekommt Zugang zur Testphase, bevor alle anderen hineinkommen.